Freiwilliges Engagement ist so vielfältig wie die Menschen, die sich für unsere Gemeinschaft und ein gutes Zusammenleben einsetzen. Fünf beispielhafte Geschichten* von engagierten Bergedorfern erzählen von dieser Vielfalt im Bezirk. „EinSATZ für alle“ ist ein großes Dankeschön an die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die oft im Stillen tätig sind und ohne die vieles nicht funktionieren würde. Wer das passende Engagement für sich noch nicht gefunden hat, soll sich von den Geschichten der Porträtierten ermutigt fühlen. Denn dass der Einsatz für andere auch immer eine persönliche Bereicherung ist, wird auf den ersten Blick klar.
Line Kippes, Leiterin der Freiwilligenagentur Bergedorf
Renate Hoff: "Ich packe gern mit an"
Wenn die „Liedertafel Frohsinn Allermöhe-Reitbrook“ mal wieder eines ihrer schönen Feste plant, kommt Renate Hoff so richtig in Schwung. Kaffee, Kuchen, Getränke, Geschirr, Grillwurst, der Verkaufsstand, ein Transportfahrzeug, die Helfer und vieles mehr – alles muss organisiert werden. Das macht die 72jährige höchst routiniert, denn sie sorgt nun schon seit 20 Jahren für das leibliche Wohl aller Teilnehmer auf den beliebten Vereins-Events.
Singen ist gut für Leib und Seele
Davon war Renate Hoff schon bei ihrem Eintritt in den Frauenchor vor zwei Jahrzehnten überzeugt. Doch nur Singen reicht ihr nicht. "Renate mischt überall mit", sagt sie mit einem Augenzwinkern über sich selbst. So übernahm die Powerfrau damals auch gleich noch ein Amt im Festausschuss – und blieb dabei. Vier Gruppen gibt es im Verein: den Frauenchor, den Männerchor, den Popchor und eine Theatergruppe für plattdeutsche Stücke. Zusätzlich zu zwei großen öffentlichen Auftritten im Jahr haben die Gruppen auch noch etliche Ausfahrten und eine Weihnachtsfeier auf dem Programm. Und bei allen Aktionen ist Renate Hoff mit Rat und Tat dabei.
Entdeckung einer Leidenschaft
Die nötige Kraft und Energie holt sich die dreifache Großmutter auf dem Wasser. Ihr Mann und sie paddeln gemeinsam, seit sie sich vor fast 50 Jahren verlobten. Als Renate Hoff anfing, im Kanu-Verein für alle Mittag zu machen, entdeckte sie ihre Lust am Kochen für viele. Das kam bei allen richtig gut an und ihr hat es viel Spaß gemacht ". So brachte Renate Hoff schon reichlich gute Erfahrungen mit, als sie zum Gesangsverein kam.
Intakte Reitbook-Gemeinschaft
Wenn man sie nach dem Motiv für ihr Engagement fragt, wirkt Renate Hoff leicht erstaunt. Sie macht einfach das, was nötig ist. Und schließlich lebt sie in einer kleinen Dorfgemeinschaft, wo selbstverständlich einer für den anderen da ist. (Reitbrook ist mit 6,9 km2 und 480 Einwohnern der drittkleinste Stadtteil im Bezirk Bergedorf.) "Früher," schwärmt sie, "haben wir in der Scheune auf dem Langeloh-Milchhof fantastische Dorf-Feste gefeiert. Und auch da gab es immer alle Hände voll zu tun. Natürlich war ich dabei." Das ist sie auch heute noch: Bei den "Musiktagen" auf dem Langeloh-Hof steht sie hinter der Bar. Kein Wunder, dass sich Sönke Langeloh vom Milchhof zum 140jährigen Jubiläum der Liedertafel Frohsinn zum Hoff-Team gesellte und beim Grillen half.
Bildergalerie zur 140-Jahres-Feier der Liedertafel (Bei Klick auf ein Bild öffnet sich die Galerie)
"Frohsinn" – Eine Kostprobe aus dem Repertoire der Liedertafel zum Reinhören und Geniessen (Audio):
Gut fürs Selbstwertgefühl
Das Jubiläums-Konzert, bei dem alle drei Chöre auftraten, war ein Riesenerfolg, die hübsche 400jährige Fachwerkkirche war rappelvoll, und alle ließen sich begeistert den leckeren selbst gebackenen Kuchen und heiße Grillwürste schmecken. Renate Hoff strahlt und ist glücklich, dass alles gut gelaufen ist. So etwas ist schon gut fürs Selbstwertgefühl und motiviert zum Weitermachen. Sie und ihre Mitstreiter im Verein haben ein großes Ziel: mehr Menschen fürs Mitmachen im Chor zu begeistern. Renate Hoff´s Botschaft an sie ist ganz simpel: Probiert es einfach mal aus!
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