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100 Jahre Klub am rupenhorn 1923 - 2023

AM 11. Januar 1923 wurde der Klub am Rupenhorn gegründet.

verfolgt mit uns 100 Jahre Vereinsgeschichte durch die Zeiten

Viel Vergnügen!

1923

Eine frühe Werbeschrift des KaR - ganz im pathetischen Stil der 20er Jahre - beginnt wie folgt:

...auf dem Wasser der zermürbenden Großstadtbetätigung entziehen. [...]

Klubhaus, Liegeplätze, Tennisplatz

"Durch Beteiligung an Wettbewerben und eigene Ausschreibungen auf dem Gebiete des Wasser- und Eissportes will der Klub über seinen engeren eigenen Rahmen hinaus die geistige und körperliche Ertüchtigung weiterer Kreise fördern. Die natürlichen Voraussetzungen, auf denen der 'Klub am Rupenhorn' aufgebaut ist, versprechen, ihn zu einem sportlichen und gesellschaftlichen Treffpunkt werden zu lassen, der unter den ersten sein wird. Ein großer Vorteil des 'Klub am Rupenhorn' ist die günstige Verbindung mit Berlin. Der Autoomnibus nach Pichelsdorf, der am Zoologischen Garten eingesetzt wird, erreicht vom Reichskanzlerplatz die Kolonie in etwa 7 Minuten." [...]

Blick über den Rasen des Klubs

Gründungszeit

Die "goldenen" 20er Jahre in Berlin, die "Roaring Twenties" waren die Geburtsstunde des KaR.

Am 11. Januar 1923 schließen sich sieben Mitglieder zu einem Verein zusammen und errichten den Klub am Rupenhorn. Nach der Satzung vom selben Tage ist der Zweck des Vereins "die Pflege des Wassersports, des Rasensports und verwandter Übungen". Beiträge sind im Inflationsjahr 1923 von allen Mitgliedern regelmäßig in Höhe von jährlich Tausend Mark und zwei Zentner Roggen zu zahlen.

In der ordentlichen Mitgliederversammlung am 14. Januar 1924 im Hotel Esplanade wird als Klubflagge das schwarz-weiß geränderte schwarze Kreuz in rotem Feld gewählt. Desweiteren wird die Satzung neugefaßt. Vereinszweck ist jetzt die Pflege des Sports zur Förderung der geistigen und körperlichen Ertüchtigung des Volkes. Dem Vorstand wird ein Generalsekretär zur Seite gestellt.

Der Verein verfügt über eine Segel-, eine Motoryacht- und eine Tennisabteilung - wir sprechen ja heute noch nicht ohne Grund vom "Tennisplatz". Die Veranstaltungen des Klubs sind gesellschaftliche Ereignisse, wie zeitgenössische Presseberichte belegen. Im Sommer verfügt der Klub über eine Badestelle und den Mitgliedern steht ein Schwimmlehrer beiseite. Bei Vereinsfeierlichkeiten wird auch schon einmal ein Rundflug mit einem Wasserflugzeug organisiert.

Nur einige wenige Fotos und Dokumente haben die Zeiten überdauert. Damals ging man mit Jackett, weißem Hemd, Krawatte und Bootsmann zum Wassersport.

Einen Einblick in das damalige Vereinsleben erlaubt das Mitteilungsheft des KaR aus dem Dezember 1930 - ein rarer Fund.

1923 -1933

wie sah es AM STÖSSENSEE damals aus?

Genau am Rupenhorn befand sich bis Anfang der 1920 er Jahre der Übergang der Havelniederung zwischen Spandau und Charlottenburg: Die "Sechserbrücke" führte vom Rupenhorn über den Stößensee nach Pichelswerder.

Die Stößenseebrücke und Heerstraße entstanden erst 1908 durch Aufschüttung eines großen Dammes, der fortan den Stößensee teilte - so wie wir heute den See kennen. Das Material hierzu wurde mit einer kurzen Materialbahn aus dem Grunewald beschafft - dort wo heute die Straße Am Postfenn verläuft.

Karte von 1914: Oben im Bild bereits der Damm der Heerstraße und Stößenseebrücke. Am Rupenhorn ist noch die Sechserbrücke zu erkennen.

In der Zeitschrift YACHT wurde 1925 anlässlich des Beitritts in den Deutschen Segler-Verband über den KaR berichtet:

...und weiter:

"Hier im unmittelbaren Westen Berlins, an der Basis der sich westwärts erstreckenden Seenplatte, befindet sich das Gelände des Klubs am Rupenhorn e.V., welches in einer Ausdehnung von etwa 1000m Wasserfront und 25 000 qm Grundfläche durch langjährigen Pachtvertrag dem Klub gesichert wurde. Der Klub hat sich die Pflege und Förderung des Segel- und Motoryachtsports zur Aufgabe gemacht. Das Bojenfeld des Klubs liegt geschützt und doch bequem anzusegeln an der Einfahrt des hier einen natürlichen Hafen bildenden Stößensees. Die Steganlagen – getrennt für Segelyachten und Motorboote – sind fertiggestellt. Am Molenkopf wird eine Tankstation eingerichtet, die das Tanken durch Schlauchleitung direkt aus der Anlage ermöglicht. Diese Tankanlage bietet gleichfalls allen Kraftfahrzeugen bequeme Tankmöglichkeit. Ein Scheinwerfer beleuchtet bei Dunkelheit das Ufergelände, das Bojenfeld und die Hafenanlagen. Der Klub beabsichtigt noch im Laufe des Sommers geräumige gedeckte Schuppen für die Überwinterung seiner Yachten und Boote und eine eigene Werft auf seinem Grundstück zu errichten. Besonders vorteilhaft für den Klub ist die günstige Verbindung seines Klubgrundstücks mit Berlin. Der Autoomnibus nach Pichelsdorf, der am Zoologischen Garten eingesetzt wird, erreicht vom Reichskanzlerplatz das Klubgrundstück in etwa 7 Minuten."

Das Vereinsleben ist vielfältig. Segeln, Motorbootsport, Tennis, Schwimmen oder Eissport zählen neben gesellschaftlichen Ereignissen zu den Vereinsaktivitäten.

1933 -1945

Die Gründungszeit endet, die 30er Jahre bringen die "Gleichschaltung von eingetragenen Vereinen im Sinne der nationalen Erhebung", wie es in einem Brief des Klubs an das Vereinsregister zwecks Niederschlagung einer Kostenrechnung über 16,08 Mark heißt. So wird in der außerordentlichen Generalversammlung am 14. September 1933 "auf dem einhellig genehmigten Wege des Zurufs einstimmig" beschlossen, daß Nichtarier nicht Mitglieder des Klubs sein dürfen und auch nicht als Gäste in den Klub eingeführt werden dürfen. Der Vorstand besteht jetzt nur noch aus dem Präsidenten, der wiederum einen Vizepräsidenten ernennt. Ab 1935 wird der Vorstand als Vereinsführer bezeichnet.

Bei einem Luftangriff im Jahr 1943 brennt das Klubhaus vollständig nieder. Die Brandbomben vernichten darüber hinaus viele Schiffe, die nicht ausgelagert werden konnten. Auch die schriftlichen Unterlagen des Klubs wie z.B. die Protokolle über die Mitgliederversammlungen werden ein Raub der Flammen.

Wiedergründung in der Nachkriegszeit

Nach dem Krieg wird unser Gelände zunächst von kanadischen Militäreinheiten genutzt, die auch einen Teil der heutigen Pinte errichten. Erst 1947 beginnen langsam wieder die ersten sportlichen Aktivitäten - betreut durch unseren alten Bootsmann Lichterfeld. Die ehemalige Klubsekretärin Berta Rosenfeld pachtet das Gelände und betreibt mit ihrem Bruder Reinhard das Wassersportheim Seehütte am Rupenhorn. An unserem heutigen Gästesteg befindet sich zu dieser Zeit eine Tankstelle für Motorboote.

1960 beantragen Dr. Wilhelm Kähler und Rolf Wolfgang Hesse - Mitglieder des Klubs seit 1931 bzw. 1938 - beim Registergericht, die Löschung rückgängig zu machen und sich als Notvorstand bestellen zu lassen, um eine Mitgliederversammlung einzuberufen und durchzuführen. Vom Amtsgericht wird dies daraufhin verfügt, wie es im schönsten Amtsdeutsch heißt.

In der am 14. März 1961 durchgeführten Mitgliederversammlung wird eine neue Satzung beschlossen und ein neuer Vorstand unter der Führung von Dr. Kähler gewählt. Der Klub am Rupenhorn ist damit wiedergegründet.

1964 gelingt es, einen Teil des ehemaligen Vereinsgrundstücks wieder zu pachten, etwa die Hälfte des ursprünglichen Geländes.

Es schließen sich die Aufbaujahre an: In Eigenarbeit wird das Gelände aufgeschüttet und mit Bollwerken versehen, um es vor Überschwemmungen zu schützen; neue Stege werden gerammt. Eine neue große Slipanlage mit Slipwagen und Abstellgleisen entsteht. Überhaupt ist der KaR von großem Engagement der Mitglieder geprägt, die ihre individuellen Fähigkeiten als Techniker, Ingenieure, Elektriker oder Architekten einbringen. Slipanlage, Mastenkan, Stege, Winsch und viele Gebäude werden überwiegend in Eigenleistung geplant, gebaut und errichtet.

Die Lichterfeldbude - benannt nach unserem Bootsmann Reinhard Lichterfeld. Immer wieder erneuert steht sie noch heute. Sie ist Lager für das Segelmaterial der Jugendabteilung.
Bootswart Rosenfeld

Der Klub Nimmt Gestalt an

Um unseren schönen Segelsport ausüben zu können, ist eine Menge Technik und Infrastruktur erforderlich. Bootshaus, Slipanlage, Bootskran, Mastenkran, Werkstatt, Mastenschuppen. Bevor es aufs Wasser geht, schauen wir, wie unsere heutige Vereinsinfrastruktur entstanden ist.

Unsere "Pinte" - noch vor dem heutigen rot-weißem Anstrich

1972 wird die Militärbaracke aus kanadischer Zeit zu der uns heute vertrauten Pinte erweitert, ein Jahr später wird - sozusagen als technisches Schmuckstück - der Mastenkran in Betrieb genommen.

Mastenkran und Aussichtspunkt!
Ingo Peters im historischen Unimog

1974 wird der erste Mobilkran, der Boote bis zu 2,5 t heben und verfahren kann, angeschafft. Hierdurch wird das Auf- und Abslippen insbesondere der Boote, die im Winter auf dem ehemaligen Tennisplatz gelagert werden, wesentlich erleichtert.

Der erste "Grünling" - statt Baustellengelb in dezentem Grün.
Unser DEMAG Kran als Nachfolger des "Grünlings". Bis 2021 in Betrieb, ermöglichte er jahrzehntelang ein Kranen der Boote in Eigenregie, also ohne externe Kräne zu bemühen.

Im KaR wird angepackt. Und beim Frühjahrs- und Herbstputz sind alle dabei.

Stefan Hinze, langjähriger Vorsitzender

Über viele Bauprojekte ist bereits berichtet worden. Bau des WC Gebäudes - das aufgrund der damls empfundenen Ausmaße fortan als "Kathedrale" tituliert wurde. Erneuerung der Uferbefestigung, neue Außenelektrik, immer wieder einmal Sanierung der im Havelschlick versinkenden Slipbahn, Neubau der Werkstatt und des Jugendgebäudes und schließlich eine deutliche Erweiterung der Steganlagen. Beständig geht es am Rupenhorn weiter, Dank der ebenso steten Förderungen durch den Berliner Senat!

Unser Klubhaus - inzwischen schmuck in rot und weiß gestrichen.
Elektroverteilung an den Stegen
Im Herbst 2011 wird ein großer stationärer Kran errichtet. Er bietet Unabhängigkeit vom Mobilkran und damit auch sportlichen Regattaseglern, die ihre Boote jeweils an Land holen müssen einen schnellen Weg ins Wasser.
Tests des neuen Krans mit einem Prüfgewicht
Bau des Sockels

2022 ist es schließlich Zeit für eine weitere modernere und vor allem sichere Technologie. Der KaR beschafft einen Hubwagen, der es ermöglicht, Boote auf Norm-Gestellen auf dem Gelände zu verfahren. Wenige Zentimeter über dem Boden genügen. Der Hubwagen kann das Norm-Gestell unterfahren, anheben und dann von der Kranplatte zum Winterlagerplatz fahren.

Anlieferung. Der DEMAG Kran mit einem seiner letzten Einsätze
Hubwagen
Aufbau der Normböcke.

Regatten

Nun fällt der Blick auf die vielfältigen sportlichen Seiten im KaR.

Im Regattakalender haben sich im Laufe der Jahre beliebte vereinsinterne und offene Regatten etabliert. Zu nennen vor allem die vereinsinternen Rupenhorn-Kanne (Yardstick), der Rupenhorn-Becher (Jollen). Seit vielen Jahren gibt es Feierabendregatten - jeweils an Freitag-Abenden - die in die beliebte interne Vereinsmeisterschaft einfließen.

Großen Zuspruchs in der Berliner Regattaszene erfreuen sich die jährliche Rupenhorn Regatta (Yardstick) mit Landstrecke und Olympischem Dreieck. Nach der Wende begründet Manfred Immler 1990 das Finn-Finale - die jeweils letzte Regatta der Finn-Dighys der Saison im KaR. Ebenso fest etabliert ist der Rupenhorner Teeny Start, die jeweils erste Regatta der jungen Teeny-Jollen Segler der Saison.

Für junge Mitglieder unterhält der KaR mehrere Regattaboote: Eine Trias, eine J/24 und eine J/70 stehen den sportlichen Seglern zur Verfügung, die in ganz Europa an hochklassigen Wettbewerben teilnehmen.

In vielen weiteren Bootsklassen sind unsere Mitglieder unterwegs. Seien es Drachen, Laser, Europe, Flying Dutchman, 29er, Melges oder ausgesprochene Regattarenner wie die Asso.

Traditionelle Adventsregatta im Laser - egal ob es stürmt, regnet oder schneit...

2013 wird die Segel-Bundesliga - zunächst mit einer 18 Vereine starken ersten Liga - gegründet. Ein Jahr später folgt die zweite Liga und das Team vom KaR qualizifiert sich im Herbst 2014 für die zweite Segel-Bundesliga. Immerhin 60 Vereine ringen um einen der 18 Plätze. 2015 ersegelt das Team in der zweiten Liga konstant starke Ergebnisse und steht am Ende der Saison auf einem Relegationsplatz für den Aufstieg. Die Wettfahrten der Relegation müssen mangels Wind in Hamburg im Herbst 2015 verschoben werden. Die Spannung steigt, denn nun muss der Aufstieg unmittelbar vor dem ersten Spieltag der neuen Saison ausgesegelt werden Die Zeit bis dahin nutzt das Team zum fleißigen Training, der KaR beschafft eine J/70 als Trainingsboot. Ende April 2016 gelingt dann dem KaR Team am Starnberger See die Sensation und der Aufstieg in die erste Segel-Bundesliga. Die Saison 2016 wird mit stabilen Ergebnissen jeweils im Mittelfeld der Tabelle gesegelt, zum Schuss steht das KaR-Team auf dem 11. Platz wird zweitbester der vier Berliner Vereine in der ersten Bundesliga. Nach drei Jahren in der ersten Liga segelt der seit KaR 2020 in der zweiten Liga.

DSBL Fotos von Lars Wehrmann
DSBL Fotos von Lars Wehrmann
DSBL Fotos von Lars Wehrmann
DSBL Fotos von Lars Wehrmann

Das Segel-Bundesliga Team steht den Jugendlichen und jungen Erwachsenen im KaR offen.

Hamburg, Norddeutscher Regatta Verein

Bei vielen Events sind Rupenhorner als "Schlachtenbummler" dabei und feuern das Team an.

Im VSaW am Wannsee
Im Norddeutschen Regattaverein, Alster, Hamburg

Und ganz wichtig: Nach jeder gewonnenen Wettfahrt erklingt das Rupenhorn:

Das Rupenhorn wird getutet. Da braucht es schon ordentlich Kraft!

Jugendabteilung

Die Förderung der Jugend im Segelsport hat im KaR seit jeher eine große Bedeutung: Im KaR lernen über 50 Kinder und Jugendliche unseren schönen Segelsport, betreut von ehrenamtlichen Trainern. Ein Start im klassichen Opti, vielleicht alternativ in der Zoom, dann zu zweit im Teeny, es geht schon mal ins Trapez. Weiter geht's auf dem 420er oder Pirat.

Spaß im Stößensee beim Jugend-Sommerfest
Opti Kids
Steuermannsbesprechnung beim Teeny Start
Übernachtung beim Trainingslager
Trainingslager - Stockbrot am Abend
Regatta im Teeny auf der Havel
Der Teeny Sart
Letzter Check vor der Siegerehrung
Im Trapez
Auch Kentern will gelernt sein

Und dann: Die Regattasegelgruppen auf den klubeigenen Trias, J/24 und J/70 einschließlich des Segel-Bundesligateams sind überall unterwegs!

Zuweilen geht es in der großen Gruppe auf Reisen: Hier am Dümmer See in Niedersachen zur Deutschen Meisterschaft der Teenys.

Großes KaR Team beim Frühstück
Trainingsbesprechung
Siegerehrung

Das Finn-Finale

Seit 1990 richtet der KaR die jeweils letzte Finn-Dinghy Regatta der Saison aus. Eine große Finn-Segler Community kommt jedes Jahr nach Berlin, Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet, aus Dänemark und dem benachbarten Polen treten Anfang November am Rupenhorn an.

Auf der Unterhavel bildet sich mit 40-50 Finns ein großes Regattafeld!
Mit einem gemütlichen Nachmittag zum Aufwärmen bei Kaffee und Kuchen im Klubhaus
Und dann geht es wieder aufs Wasser
Manfred Immler, Initiator des Finn-Finales

Fahrtensegeln

Vor der Wende blieb den West-Berliner Fahrtenseglern die Wahl eines komplizierten Schlepps über die Wasserstraßen oder ein LKW Transport, wenn man mit dem eigenen Boot die Nord- und Ostsee erreichen wollte. 1989/1990 vergrößert sich das unmittelbar vom Rupenhorn aus erfahrbare Segelrevier erheblich und die brandenburgischen und mecklenburgischen Binnenreviere, die jahrzehntelang unerreichbar hinter den Sperranlagen der DDR lagen, treten in den Mittelpunkt des Interesses unserer Fahrtensegler. Werbellinsee, Potsdamer Gewässer und die Müritz sind nun erreichbare Ziele der Binnensegler. Über die Oder ist die Ostsee in wenigen Tagen in Reichweite und in Stettin kann der Mast gestellt werden.

Hiddensee

Ein kleinen Einblick in die vielen Fahrten geben die folgenden Fotos, vor allem aber die Rupenhorn Glocke - der jährlich vergebene Fahrtenseglerpreis des KaR:

Nordkap!
Per Charter in die Karibik

Klub mit "K": Vereinsleben

Das "Klub" im Namen hat einen hohen Stellenwert: Die Klubgemeinschaft trifft sich nicht nur zum Segeln, der KaR ist immer ein Ort der gemeinsamen Freizeit.

Absegelfeier des Wettfahrtbezirks Unterhavel
Absegelfeier des Wettfahrtbezirks Unterhavel
Die Blues Alligators - Julius Seelig & Band
Uwe Wandrey -langjähriger Ökonom am Rupenhorn
Absegelfeier des Wettfahrtbezirks Unterhavel
Flaggen und Stander setzen - Ansegeln
Ansegeln
Wolfram Kleiner - langjähriger Schatzmeister im KaR
Kleiner Kurs Knoten und Spleissen
Segelausbildung
Unsere gemütliche "Pinte"
2013 feiert der KaR unter dem Vorsitz von Stefan Hinze sein 90 jähriges Gründungsjubiläum
90 Jahr Feier im gut besetzten Klubhaus
Julius Seelig - heute Vorsitzender - seinerzeit am Schlagzeug

Gastlichkeit im KaR

Es hat Tradition: Zum Abschluss der Siegerehrung jeder großen Regatta backen die Klubmitglieder fleißig Kuchen für die hungrigen Seglerinnen und Segler.

Flüchtlinge im KaR

Im März 2022 kommen täglich hunderte Flüchtlinge aus der Ukraine nach Berlin. Der KaR zögert nicht und bringt eine Gruppe von Flüchtlingen im großen Jugend- und Gästeraum unter, die vom brutalen Angriffskrieg Russlands fliehen mussten. Viele Klubmitglieder kümmern sich nun sehr engagiert um die Flüchtlinge, organisieren Behördengänge, helfen bei Einkäufen. Viele Mitglieder spenden Alltagsgegenstände wie Kinderbuggy, Kleidung oder Kochutensilien. Sogar ein Sprachkurs wird auf die Beine gestellt.

Ansegelfeier - zur Ehrung unserer Gäste hissen wir die Flagge der Ukraine
Blick über einen der Klubstege auf den Stößensee

2020-2022: Klub im Lockdown

Im Februar 2020 breitet sich Covid19 in windeseile aus in der Welt. Es erreichen uns zuerst Bilder aus Norditalien mit hunderten Erkrankten und Todesopfern. Infektionswege und Möglichkeiten zum Schutz vor Ansteckung sind anfangs unklar. Der Vorstand sagt die geplante Jahreshauptversammlung und alle Vereinsveranstaltungen aus Vorsichtsgründen ab. Es gilt, die Mitglieder zu schützen - vor dem geliebten Klubleben! Wenige Tage tritt die Infektionsschutzverordnung des Berliner Senats in kraft. Viele weitere Versionen folgen, die die Regeln immer etwas verändern und verfeinern. Was heißt das für einen Verein, der an der frischen Luft seinen Spot betreibt?

Zuerst einmal ganz viele Einschränkungen - in den Gebäuden. Einige Tage werden Sportvereine gar geschlossen. Später darf Sport im Freien ausgeübt werden. Zugang zu Räumen wird Schritt für Schritt freigegeben. Alle tragen Maske und Desinfektionsmittelspender werden aufgebaut.

Solche Schilder regelten unseren Sport

Das Vereinsleben fährt zurück. Soweit möglich bleibt die Terrasse bewirtschaftet. Versammlungen müssen aber längere Zeit ausfallen - zugleich stehen wichtige Entscheidungen an, die die Beteiligung der Mitglieder erfordern.

Im Sommer 2020 und 2021 können wir jeweils eine "Open Air" Mitgliederversammlung unter freiem Himmel auf der Klubwiese abhalten.

Auf dem Rasen sind in weiß die Abstandsmarkierungen erkennbar. An Abstimmungen oder Wahlen ist nicht zu denken, denn die Teilnahme ist freiwillig. Und das Wetter spielt leider nicht mit: Im Sommer 2020 müssen wir gegen Ende der Versammlung vor einem heftigen Wolkenbruch fliehen.

Mit Maske auf der Klubwiese. 2 m Abstand

Ab Herbst 2021 dürfen Versammlungen in gut belüftbaren Räumen abgehalten werden. Wir mieten den großen Festsaal des Johannesstifts in Spandau, um endlich die immer wieder verschobene Jahreshauptversammlung abhalten zu können und Wahlen abhalten zu können.

Johannesstift - großer Festsaal
Der Saal macht etwas her! FFP2 Masken, Sitzabstand, Belüftung und schickes Ambiente
Mark Schmidt eröffnet die Versammlung

Ab Frühjahr 2022 konnten die Einschränkungen weitgehend aufgehoben werden und wir hoffen, dass es nun so bleibt!

quo vadis KaR?

Zuerst einmal stoßen wir auf unser Gründungsjubiläum an!

Und was plant der KaR für die nächsten 100 Jahre?

Unser Segelverein trägt bewusst das "Klub" im Namen: Für Fahrtensegler, Regattasegler und unseren jugendlichen Nachwuchs, für Familien und engagierte Segler Heimat und der Heimathafen sein. Als Klubgemeinschaft die Initiative ergreifen.

Klub am Rupenhorn | Havelchaussee 119 | 14055 Berlin
T: 304 8005 | www.kar-berlin.de | info@kar-berlin.de

Mehr vom KaR:

Regattaberichte auf unserem Sportblog (Link)

Bildverzeichnis: Fotos der Segel-Bundesliga v. Lars Wehrmann. Fotos im Abschnitt Fahrtensegeln - G. Lienke, F. Wehder, H. Heise, Dr. M. Plieth, Dr. M.W. Schmidt. Historische Aufnahmen: Klubarchiv. Historische Postkarten: G. Rolf, Klubarchiv. Ausschnitte aus der Zeitschrift "Die Yacht" aus dem online Archiv der Yacht sowie dem Klubarchiv . Weitere Fotos nach 1993: Boris Lenz

Quellen: Festschriften des KaR aus den Jahren 1973 (Vorsitz Dr. Langer), 1986 (Vorsitz Dr. Schneider) und 1998 (Vorsitz Stefan Hinze) und Vereinsarchiv des KaR. Ein besondereres Dankeschön an unseren langjährigen Vorsitzenden Stefan Hinze für die Gründung und Führung des Klubarchivs und für die hier eingearbeitete Chronik des KaR.

Created By
Boris Lenz
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