Gottes Reich wächst selten auf bequemen Pfaden – es entfaltet sich oft gerade in Schwierigkeiten. In diesem Artikel möchten wir von zwei aktuellen Herausforderungen berichten: der Suche nach einem geeigneten Ort für unser englisches Sommerprogramm und dem Raum für unsere Gottesdienste. Doch Rückschläge halten Gottes Werk nicht auf. Sie zeigen uns vielmehr, dass er der Herr dieses Werkes ist und es selbst trägt. Das haben wir kürzlich auf eindrückliche Weise erlebt.
Im Sommer 2024 veranstalteten wir erneut ein englisches Sommerprogramm mit einem irischen Team, um Kindern und Jugendlichen die Botschaft von Jesus nahezubringen. Drei Teenager aus nichtchristlichen Familien, die unseren Englischclub das ganze Jahr über besucht hatten, waren wieder mit dabei. Letzten Sommer konnten wir dafür noch unseren alten Raum nutzen, den wir seit 2013 gemietet hatten. Da die Miete 2025 stark erhöht wurde, mussten wir ausziehen.
Aktuell mieten wir sonntags einen schönen, zentral gelegenen und grossen Raum, der jedoch öffentlich zugänglich ist und mit anderen Vereinen geteilt wird. Eine Woche vor dem Sommerprogramm war noch völlig unklar, ob wir es dort überhaupt durchführen konnten. Die Lage schien sich zu entspannen, doch dann, nur zwei Tage vor Beginn, fiel plötzlich der Strom aus. Wir mussten in aller Eile umplanen und das Programm in die Räume unserer Muttergemeinde im Nachbarort verlegen.
Am Sonntagabend bereiteten wir alles neu vor, und am Montagmorgen ging es los. Trotz all der Hürden war es wunderbar zu sehen, wie das Evangelium täglich verkündet wurde. Ein Jugendlicher, der während der Lektionen eher unaufmerksam wirkte, stellte uns nach dem Programm plötzlich die Frage: «Warum glaubst du an Jesus?» Er klang dabei ehrlich interessiert. Er möchte weiterhin zu uns kommen, und wir hoffen sehr auf weitere Gespräche mit ihm. Viele Menschen haben das Evangelium gehört – bitte betet mit uns, dass Gott ihre Herzen berührt.
In Bezug auf unseren neuen Raum sehen wir, dass Gottes Weg nicht immer ein einfacher ist. Wo das Evangelium verbreitet wird, versucht der Feind, es zu behindern – oft durch Widerstände. Das ist auch bei uns der Fall: Trotz der Mietzahlungen stossen wir auf Ablehnung. Es werden unberechtigte Vorwürfe gegen uns erhoben, und im Moment wissen wir nicht, wohin wir ausweichen könnten. Bitte betet dafür, dass wir bei den Verantwortlichen Gnade finden und in all dem Jesus widerspiegeln.