Liebesbeweis in der St. Galler Altstadt Weihnachtenreise St. Gallen

Ein Interview mit Ernst Knupp, Mitglied im OK und Aktuar des Vereins Weihnachtsreise St. Gallen. Er ist Mitglied in der Stami St. Gallen.

Ernst Knupp, OK Mitglied Verein Weihnachtsreise, ernst.knupp@ weihnachtsreise-sg.ch
Was ist die Weihnachtsreise in St. Gallen, die bereits zum achten Mal stattfindet?

Die Weihnachtsreise ist eine Freilichtaufführung der Weihnachtsgeschichte nach Lukas 2. Die Handlung findet in der Altstadt an drei verschiedenen Schauplätzen statt: am Hof des Herodes, auf dem Hirtenfeld und im Stall bei der Heiligen Familie. Organisiert wird die Aufführung von einem Trägerverein, der sich aus den lokalen Kirchen (Katholiken, Reformierte, Christkatholiken und Evangelische Allianz SG) zusammensetzt.

Wie seid ihr auf die Idee gekommen?

Die Idee zur St. Galler «Weihnachtsreise» ist von der Solothurner «Wienachtsreis» inspiriert, die in der Schweiz bereits etabliert war. Im Jahr 2016 besuchten der Initiant Markus D’Alessandro (Leiter der Heilsarmee St. Gallen) und zwei weitere Personen die dortige Aufführung. Daraufhin nahmen sie im Januar 2017 die Aufbauarbeit in Angriff. Die Herzenshaltung der Initianten wird besonders durch den Protokolleintrag der ersten Sitzung deutlich: «Wenn wir für die Rekrutierung niemanden finden, teilen wir es uns auf.» Der entscheidende Impuls für die Umsetzung kam demnach von Markus D’Alessandro.

Was begeistert dich da mitzuarbeiten?

Wir wollen mit den uns geschenkten Talenten am Bau von Gottes Reich mitwirken. Ich bin tief beeindruckt von der Kooperation der vereinigten Christen, die hier ein gemeinsames Ziel verfolgen. Diese Zusammenarbeit gilt weithin als Vorzeigeprojekt.

Was hat Gott durch dieses Projekt schon bewirkt?

Die Weihnachtsreise verfolgt das Ziel, an die Geburt Jesu zu erinnern und die Weihnachtsgeschichte einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen. Dieses Anliegen eint die Vereinsmitglieder. Auf der persönlichen Ebene berührt die Aufführung immer wieder einzelne Menschen: So erlebte ich beispielhaft die verzückte Aussage eines Flüchtlings aus dem Irak, der beim Hirtenplatz unaufhörlich das Wort «Peace» (Frieden) wiederholte. Darin wird die Liebe Gottes real erfahrbar.

Wo liegen die Herausforderungen?

Die ursprünglich auf 30 bis 50 geschätzte Zahl der Darsteller ist inzwischen auf deutlich über hundert Mitwirkende angestiegen, die gefunden, informiert und koordiniert werden müssen.

Was sollte man beachten, wenn man in der eigenen Stadt so ein Projekt starten will?

Wir konnten bereits unsere Erfahrungen und Unterstützung bei der Etablierung der Weihnachtsreise in Wil (SG) und in Hille (DE) einbringen. Wir hoffen, dass dieser Aufbau im nächsten Jahr auch in Basel gelingen wird. Wir haben positive Erfahrungen damit gemacht, wenn die Trägerschaft ideell und finanziell durch einen Verein organisiert und zusätzlich im Gebet begleitet wird.

Weitere Informationen zur «Weihnachtsreise» St. Gallen finden Sie unter: www.weihnachtsreise-sg.ch

Weihnachtsreise St. Gallen