Was sucht ihr? Vision Europa Italien

Die Einladung, bei Jesus zu bleiben und andere zu ihm zu bringen. Die ersten Worte, die Jesus im Johannesevangelium spricht, sind eine Frage, die bis heute nachhallt und mich in diesen Wochen begleitet: «Was sucht ihr?» (Joh 1,38).
Doris Meister, Gemeindegründerin Groane, meister.groane@gmail.com

Es ist keine oberflächliche Frage. Es ist die tiefste aller Fragen: Wonach sucht ihr wirklich im Leben? Was bewegt euer Herz im Innersten? Oft wissen wir gar nicht, dass wir nicht etwas, sondern jemanden suchen.

Vor kurzem hatte ich ein Beratungsgespräch mit einer jungen Frau aus einer atheistischen und schwierigen Familie. Sie begann zu suchen, ohne zu wissen wonach. Über soziale Netzwerke stiess sie auf christliche Inhalte, geriet zu den Zeugen Jehovas und begann die Bibel zu lesen. Doch sie spürte, dass es nicht der richtige Weg war. Weiter suchend kam sie in Kontakt mit einer Gemeinde unseres Verbandes. Heute macht sie einen Missionseinsatz und denkt über einen vollzeitlichen Dienst nach. Welch ein Vorrecht, sie begleiten zu dürfen!

Keine fertigen Antworten

Die beiden Jünger im Text antworten Jesus mit: «Rabbi, wo wohnst du?» Sie wollten bei ihm sein, seine Nähe erfahren, sein Leben teilen. Jesus erwiderte mit der schlichten, aber tiefen Einladung: «Kommt und seht!» Und sie gaben diese Einladung sofort weiter.

Ich denke an Menschen, die zum ersten Mal unsere Gemeinde betraten – voller Fragen, mit Wunden und Bedürfnissen. Sie fanden nicht immer fertige Antworten, aber eine Gemeinschaft, die sie aufnahm. Vor allem begegneten sie Jesus, der Leben verändert. So auch Pietro: Von seiner Tante eingeladen, entdeckte er die Schönheit des Lebens bei Jesus. Heute ist er Teil einer Jüngerschaftsgruppe und geht konkrete Schritte im Glauben. Beten wir für sein Wachstum!

Wonach suchen wir?

Auch wir stellen uns immer wieder die Frage: Wonach suchen wir? Wir suchen nicht Programme um ihrer selbst willen, sondern die Gegenwart Jesu. Dieses Jahr liegt der Schwerpunkt auf Jüngerschaft, im Herbst besonders auf Gemeinde. Mit einer Serie zur Apostelgeschichte wollen wir entdecken, wie wir als Gemeinde ansteckend wirken und Spuren in der Gesellschaft hinterlassen – wie ein Stein, der Ringe ins Wasser zieht.

Gebet und Glace

Im Sommer trafen wir uns mittwochs zu «Gebet & Glace» in verschiedenen Familien. Austausch und Anteilgeben luden uns ein, ganz bei Jesus zu sein und aus seiner Gegenwart den Alltag zu leben. Unsere Gemeinde möchte ein Ort sein, wo jeder Jesus persönlich erfahren kann. Wir sind nicht perfekt, aber unterwegs – und wir wollen diese Einladung glaubwürdig weitergeben: «Kommt und seht.»

Bist du dabei, diese Gemeindegründung zu ermutigen? Vielleicht mit einer Spontanspende? Danke.