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Die Gemeinde ist für uns ein Anker geworden Vision Schweiz Uri

Bettina und Andreas besuchen mit ihren drei Jungs seit kurzem unsere Gemeinde. Ende August 2023 liessen sie sich taufen und wurden Mitglieder. Hier ein Kurzinterview:

Thomas Mauerhofer, Gemeindegründung Altdorf, t.mauerhofer@feg-altdorf.ch

Bettina, du hattest eine herausfordernde Kindheit.

Ich wuchs bei Verwandten meiner Eltern auf. Dort regierte der Alkohol, Hass, Missgunst, Gewalt. Das war für mich kaum zu ertragen. Als ich 14 Jahre alt war, nahmen mich die Behörden raus und platzierten mich bei einer Notfallfamilie. Die mochten mich und ich konnte bleiben. Doch in ihren Ferien starb ihre Tochter an Kindstod und ich musste wieder weiter. Mit 16 Jahren unterstützte meine Vormundin die Idee, dass ich zu meinen älteren Schwestern ziehe. Dort lebte ich bis zur Volljährigkeit.

Wie kam es, dass du Gott kennen gelernt hast?

Dass Gott da ist, war für mich schon als Kind ganz normal. Seine Stimme erklärte, beruhigte und zeigte auf. Diese Stimme hat mich alles ertragen lassen.

Du bist auch einige Mal knapp am Tod vorbei.

Ja, ein Blinddarmdurchbruch mit Nahtoderlebnis. Jesus schickte mich zurück. Ich habe 3 Jahre benötigt, um mit den Menschen und dem Leben wieder klarzukommen. Später hatte ich noch eine Lungenembolie.

Wie kam es, dass ihr in den Kanton Uri gezogen seid?

Jesus sagte, wir sollen unser Umfeld wechseln, so schnell wie nur möglich. So schlugen wir die Schweizer Karte auf und entschieden uns, etwas um den Vierwald­stättersee zu suchen. Ich habe dann die Wohnung in Flüelen besichtigt, wo mir eine innere Stimme sagte, dass dies unser neues Zuhause sein wird. Und tatsächlich, nach einem Umweg kam es genau so.

Warum wolltest du einer Gemeinde beitreten und was gefällt dir hier?

Mein Mann und ich lasen, jeder für sich, in der Bibel. Wir diskutierten viel über den Glauben und bauten uns eine eigene Beziehung zu Gott auf. Doch ab einem bestimmten Punkt fehlten uns weitere, geistige Impulse. Es blieben immer mehr Fragen offen und Bibeltexte, die wir nicht verstanden. Die Angst, auf Irrwege zu kommen, wuchs.

Der Schritt in die Gemeinde war für uns sehr wichtig, weil wir endlich mit anderen über Jesus sprechen konnten. Das war schon fast eine Befreiung. In unserer Gemeinde können wir bei einem Kaffee zusammensitzen und über die Bibel, Gott und seine Welt sprechen.

Eine Gemeinde bringt auch viele Geschwister mit sich. Ich bin zwar gerne allein, doch bin ich in Jesus kein Einzelkind. Jesus möchte, dass wir Zeit miteinander verbringen, uns gegenseitig unterstützen und stärken. Die Gemeinschaft im «griänä Hüüs» ist für uns ein wichtiger Anker geworden.

Taufe von Bettina und Andreas