JUSSDJG: gemeinsame Werte, ein gemeinsames ETHOS ist (wäre) der Eckpfeiler für eine friedliche Welt ..... soooooooo einfach "wärs"!!!!
Weltethos - Hans Küng
Was bedeutet das? warum braucht es das?
Weltethos (Hans Küng) - was bedeutet das? warum braucht es das?
- Ein Beispiel: Hans Küng war 1967! als Theologe eingeladen anlässlich der 100-Jahr-Feier der American University in BEIRUT. Die christliche Vorherrschaft im Libanon war durch das muslimische Bevölkerungswachstum bei Kennern bereits in frage gestellt!
- Wäre damals ein ernsthafter religiöser Dialog zwischen Christen und Muslimen geführt worden, hätte diese Verständigung (Ethos?) als Basis dienen können für eine gerechte politische Lösung. Bürgerkrieg und unübersehbares Blutvergiessen hätten so vermieden werden können!
Ökumenische Theologie erforscht und reflektiert Fragen der verschiedenen Konfessionen, der Weltverantwortung der Kirchen und der Gerechtigkeit im Horizont christlicher Theologie. Im Dialog der Konfessionen und in der Bearbeitung der zwischen ihnen bestehenden strittigen Fragen in Bezug auf Glaubenslehre und christliche Praxis bezeichnet man sie als Konfessionskunde. In jüngerer Zeit ist dabei in vielen Ansätzen eine Überwindung der Spaltung im Dialog zielgebend, der nicht die Widerlegung des Gegners, sondern die Wertschätzung des anderen im Blick hat. Durch diesen ökumenischen Ansatz unterscheidet sich ökumenische Theologie von der früheren Kontroverstheologie.
Spurensuche - Die Weltreligionen auf dem Weg
Hans Küng: Menschen aller Religionen wissen viel zu wenig voneinander, wissen vor allem viel zu wenig über das Gemeinsame in all den religiösen und ethischen Traditionen
In aspern Seestadt in Wien entsteht ein Ort der Begegnung, der nicht nur allen religiösen (und auch religionskritischen) Institutionen, sondern einer breiten Öffentlichkeit zugänglich sein wird ..... oder doch nicht!!!! 2022 war geplant!
Die Vision eines Ortes ... friedvollen Beisammenseins ... gegenseitigen Kennenlernens und Respektes ... mit Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und Religionen ... für ein gelebtes, friedliches Miteinander ... des Dialogs zwischen Bildung, Wissenschaft und Religionen ... für die Realisierung eines Friedensprojektes .... warum nicht #Weltethos?
ÖRKÖ: Es gilt das Wort und der Auftrag Jesu: "Alle sollen eins sein; wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast." (Joh 17,21)
da fehlen noch die anderen Religionen und die religionsfreien!
Gewaltfreie Kommunikation (GFK)
Der Libanon (Bürgerkrieg)
Der Libanesische Bürgerkrieg dauerte von 1975 bis 1990!
- Bereits in den 1950er Jahren hatte es starke Spannungen zwischen arabischen Nationalisten und prowestlichen Christen gegeben, was unter der Chamoun-Regierung zu einer Staatskrise mit anschließender US-Intervention führte.
- Der Ausbruch offener schwerer Kämpfe wurde jedoch erst durch die Ankunft der im Schwarzen September 1970 aus Jordanien vertriebenen bewaffneten Kräfte der PLO ausgelöst. Diese errichteten mit Billigung muslimischer libanesischer Gruppen einen bewaffneten Staat im Staate und ergriffen sogleich Partei für die arabischen Nationalisten.
- Mit dem Ausbruch offener Gefechte zwischen der maronitischen Phalange-Miliz und der palästinensischen PLO begann der Bürgerkrieg im April 1975. Vorausgegangen war eine Reihe wechselseitig verübter Anschläge und Massaker zwischen diesen Gruppierungen. Insgesamt kämpften während des Bürgerkrieges mehr als 80 Milizen.
- Bis Ende 1982 versuchten US-Diplomaten erfolglos, Israel und Syrien zu einem aufeinander abgestimmten, beidseitigen Abzug ihrer Truppen aus dem Libanon zu bewegen.
- Danach lehnte die USA sich wieder stärker an Israel an und versuchten, einen Frieden zwischen dem Land und Libanon mit einem schrittweisen einseitigen Truppenabzug zu vermitteln. Das daraus hervorgehende Abkommen vom 17. Mai 1983 zwischen den USA, Israel und Libanon erwies sich als ein Fehlschlag.
- Am 4. Juli 1983 kündigte Israel den Rückzug seiner Truppen in die südliche Sicherheitszone an.
- Am 23. Oktober 1983 wurden zwei verheerende gleichzeitige Bombenanschläge auf die Unterkünfte der US-Marines und der französischen Fallschirmjäger verübt; 241 US-Soldaten und 58 Franzosen starben.
und (wie IMMER!) fällt es auf, dass es Männer waren!!!!! ... diese "Problematik" ist in der heutigen Zeit wieder vermehrt zu erkennen!!
- Im Mai 1985 wurden Sabra, Schatila und Burj el-Barajneh erneut Schauplatz schwerer Kämpfe (erster „Lagerkrieg“), diesmal zwischen der palästinensischen PLO und der schiitischen Amal-Miliz.
- Als sich das libanesische Parlament 1988 nicht auf einen Nachfolger für Amin Gemayel einigen konnte, ernannte er den Militärstabschef General Michel Aoun zum Regierungschef, der im März 1989 einen Befreiungskrieg gegen Syrien erklärte. Es kam zur Ausrufung einer muslimischen Gegenregierung und in der Syrien-Frage zum Bruch zwischen dem Maroniten Aoun und dem ebenfalls maronitischen Milizenführer Samir Geagea, was schwere Kämpfe zwischen den christlichen Forces Libanaises und den von Aoun befehligten christlichen Teilen der regulären Streitkräfte nach sich zog. Letztere wurden im Oktober 1990 von der anrückenden syrischen Armee vernichtend geschlagen. Bereits im Oktober 1989 war in Ta'if unter der Vermittlung von Saudi-Arabien ein Friedensabkommen unterzeichnet worden, das u. a. eine paritätische Sitzverteilung von Muslimen und Christen im libanesischen Parlament vorsah. Nach Aouns Niederlage konnte das Abkommen in Kraft treten
Der Libanon - eine Republik!
Der Libanon hat ungefähr 6,9 Millionen Einwohner (Stand 2019, geschätzt). Davon sind etwa 95 % arabischer, 4 % armenischer, 1 % anderer Abstammung.
Die Rolle Syriens
Während des libanesischen Bürgerkriegs ersuchte Libanon um syrische Hilfe im Sinne einer arabischen Friedenstruppe. Die Arabische Liga kam überein, eine Interarabische Sicherheitstruppe zu senden, die hauptsächlich aus syrischen Truppen zusammengesetzt war. Anfänglich war Syriens Aufgabe, die christliche Minderheit der Maroniten zu schützen. Zwei Jahre später im Jahr 1978 modifizierte Syrien seinen Haltung zur eigenen Anwesenheit im Libanon auf das Verständnis der PLO
Menschenrechtsverletzungen
In einer Frühphase des Krieges ereignete sich das Massaker von Karantina, als christliche Milizen Palästinenser, Schiiten und andere Zivilpersonen im christlich dominierten Ostteil von Beirut ermordeten. Nur zwei Tage später wurde in Damur das Massaker von Damur von palästinensischen und muslimischen Milizen gegen Hunderte von christliche Zivilisten verübt. Ein weiteres Massaker des Krieges fand in Sabra und Schatila statt, wo phalangistische Freischärler im südlichen Stadtgebiet von Beirut über 1000 palästinensische Flüchtlinge töteten.
Der Bürgerkrieg forderte 90.000 Todesopfer, 115.000 Verletzte und 20.000 Vermisste. 800.000 Menschen flohen ins Ausland. Ein unter syrischem Druck geschlossener „Kooperationsvertrag“ im Mai 1991 machte den Libanon bis 2005 praktisch zum syrischen Protektorat.
noch mehr Verwicklung anderer Staaten
- Im Jahr 1988 wurde General Michel Aoun durch Staatspräsident Amine Gemayel zum Ministerpräsidenten ernannt. Dies war ein kontroverser Schritt, da Aoun ein maronitischer Christ und dieser Posten laut (dem laut libanesischer Verfassung nicht verbindlichen) Nationalpakt von 1943 traditionell einem sunnitischen Muslim vorbehalten war.
- Muslimische Minister weigerten sich, in Aouns Regierung mitzuwirken. Syrien erkannte Aouns Regierung nicht an. Zwei rivalisierende Regierungen wurden gebildet; die Militärverwaltung unter Aoun hatte ihren Sitz in Ost-Beirut und die zivile unter Selim al-Hoss, welche die syrische Unterstützung gewann, hatte ihren Sitz in West-Beirut. Aoun war gegen die syrische Anwesenheit im Libanon und berief sich auf die Resolution 520 des UN-Sicherheitsrates aus dem Jahre 1982. Die syrische Armee blieb jedoch im Libanon.
- Nach einem erfolgreichen Feldzug gegen die christliche Miliz Forces Libanaises, die den Hafen von Beirut kontrolliert hatten, erklärte Aoun angesichts seiner aktuellen Popularität in Ost-Beirut den „Befreiungskrieg“ gegen die syrischen Streitkräfte.
- Die Kämpfe begannen am 14. März 1989. Opfer von unbestimmten Artilleriebeschuss unter der Zivilbevölkerung auf beiden Seiten waren an der Tagesordnung. Aoun erhielt anfänglich eine breitere internationale Unterstützung als el-Hoss. Aoun erhielt beachtliche Unterstützung durch die irakische Regierung unter Saddam Hussein. Die irakische Regierung sah im Libanesischen Konflikt eine Chance, das rivalisierende Baath-System in Damaskus zu schwächen. Als die Vereinigten Staaten ihre Vorbereitungen für den Golfkrieg mit dem Irak wegen Kuwait trafen, endete auch die internationale Unterstützung für Aoun. Als Gegenleistung für eine Unterstützung Syriens im Golfkrieg erlaubten die Vereinigten Staaten und Israel Damaskus die Absetzung Aouns.
- Im Oktober 1990 nahmen syrische Truppen den Präsidentenpalast in Baabda im Sturm. Aoun flüchtete in der Botschaft Frankreichs, wohin er auch später ins Exil ging.
Die syrischen Streitkräfte verblieben bis 2005 im Libanon, dienten als Druckmittel und übten so wesentlichen Einfluss auf die libanesische Regierung aus!
- Bis zur für Ende Mai 2005 angesagten Parlamentswahlen zog Syrien zog all seine Truppen am 26. April 2005 ab.
Dietrich Bohnhoeffer
Dietrich Bonhoeffer (* 4. Februar 1906 in Breslau; † 9. April 1945 im KZ Flossenbürg) war ein lutherischer Theologe, profilierter Vertreter der Bekennenden Kirche und am deutschen Widerstand gegen den Nationalsozialismus beteiligt
Werke
- Literatur von und über Dietrich Bonhoeffer im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Bonhoeffer in Finkenwalde. Briefe, Predigten, Texte aus dem Kirchenkampf gegen das NS-Regime 1935–1942. Studienausgabe mit Hintergrunddokumenten und Erläuterungen, hrsg. von Karl Martin unter Mitarbeit von L.-Maximilian Rathke. Fenestra-Verlag, Wiesbaden/Berlin 2012.
- Dietrich Bonhoeffer: Werke. (DBW) 17 Bände und 2 Ergänzungsbände. Hrsg. von Eberhard Bethge u. a.; Kaiser, Gütersloh 1986–1999.
- Diese kritische Gesamtausgabe ist als Grundlage für alle Arbeiten über Bonhoeffer geeignet.
- Sanctorum Communio. Dissertation. 1927, ISBN 3-579-01871-X.
- Akt und Sein. Transzendentalphilosophie und Ontologie in der systematischen Theologie. Habilitationsschrift. 1930, ISBN 3-579-01872-8.
- Die Kirche vor der Judenfrage. (PDF; 34 kB) 1933.
- Nachfolge. 1937, ISBN 3-579-01874-4; TB, ISBN 3-579-00455-7.
- Ethik. 1949, ISBN 3-579-01876-0; TB, ISBN 3-579-05161-X.
- Beten und Tun des Gerechten. Glaube und Verantwortung im Widerstand. ISBN 3-7655-1107-2.
- Schöpfung und Fall. Theologische Auslegung von Genesis 1–3. Evangelischer Verlag A. Lempp, München 1937.
- Schöpfung und Fall. Versuchung. Kaiser, München 1968, ISBN 3-579-01873-6.
- Die Weisheit Gottes – Jesus Christus. Hrsg. von Manfred Weber. Kiefel, Gütersloh 1998, ISBN 3-579-05606-9.
- Gemeinsames Leben (= Theologische Existenz heute, Heft 61). Chr. Kaiser Verlag, München 1939, ISBN 3-579-01875-2; TB, ISBN 3-579-00452-2.
- Widerstand und Ergebung. Briefe und Aufzeichnungen aus der Haft. Hrsg. von Eberhard Bethge.
- Gesammelte Werke, Band 8. Kaiser, Gütersloh 1998, ISBN 3-579-01878-7;
- Auswahl als Taschenbuchausgabe: Gütersloher Taschenbücher 457. 17. Auflage. Gütersloher Verlags-Haus, Gütersloh 2002, ISBN 3-579-00457-3.
- Brautbriefe Zelle 92. Dietrich Bonhoeffer – Maria von Wedemeyer 1943–1945. C. H. Beck, München 2006, ISBN 3-406-54440-1.
- Das Gebetbuch der Bibel. Eine Einführung in die Psalmen. 10. Auflage. Hänssler, Neuhausen/Stuttgart 1980, ISBN 3-7751-0343-0. Zuerst als Nr. 8 der Reihe Hinein in die Schrift, MBK-Verlag, Bad Salzuflen 1940.
- Fragmente aus Tegel. Drama und Roman. Chr. Kaiser Verlag, München 1978, ISBN 3-459-01164-5.
- Schweizer Korrespondenz 1941/42. Im Gespräch mit Karl Barth. Kaiser, München 1982, ISBN 3-459-01465-2.
- Christologie. Kaiser, München 1981, ISBN 3-459-01351-6.
- Versuchung. Bearbeitet und hrsg. von Eberhard Bethge. 3. Auflage. Kaiser, München 1956.
- Die Antwort auf unsere Fragen. Gedanken zur Bibel. 9. Auflage. Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh 2005, ISBN 978-3-579-02272-7.
- Von guten Mächten wunderbar geborgen. Mosaik bei Goldmann, München 2010, ISBN 978-3-442-17163-7 (mit Kurzbiographie und einem Nachwort von Manfred Weber).
In militärischer Mission in der Schweiz
Dietrich Bonhoeffer (1906-1945), Theologe und Motor der Bekennenden Kirche, war dreimal in geheimer Mission in der Schweiz
- Man kennt ihn als Mitglied der Bekennenden Kirche und von seinem letzten Brief an Weihnachten 1944: Dietrich Bonhoeffer. Weniger bekannt sind seine drei Reisen in die Schweiz mit geheimem Auftrag. Schliesslich wurden dem Theologen seine Kontakte in die Schweiz letztlich zum Verhängnis.
- Am Anfang das allen Bekannte: Dietrich Bonhoeffers Weihnachtsgruss aus dem Jahre 1944 «Von guten Mächten treu und still umgeben». Ein Vermächtnis, das den Theologen unsterblich machte, befand der Militärhistoriker Rudolf Fuhrer. Sein Vortrag in der Gedenkstätte Riehen befasste sich indes mit der vielen unbekannten Tätigkeit Bonhoeffers als V-Mann im Amt Ausland/Abwehr der deutschen Wehrmacht.
- Als V-Mann in der Schweiz. Bonhoeffers Schwager, Hans von Dohnanyi, und der Leiter der Zentralabteilung des Amtes Ausland/Abwehr, Oberst im Generalstab Hans Oster – beide bildeten den Kern einer Widerstandszelle gegen das Hitlersche Unrechtsregime mit wohlwollender Duldung des Amtschefs Admiral Wilhelm Canaris – kamen im Sommer 1940 überein, dass der in den Augen der Nationalsozialisten staatsfeindliche Theologe Dietrich Bonhoeffer zu schützen sei. Sie integrierten ihn als V-Mann in der Aufklärungsabteilung und machten ihn dadurch für die Rekrutierungsbehörden und die GESTAPO ungreifbar. Bonhoeffer wurde in die Abwehrstelle München eingeschleust. Er erhielt den geheimen Auftrag, in der Schweiz über seine Verbindungen zum Ökumenischen Rat der Kirchen in Genf bei den Westalliierten die Frage beantwortet zu erhalten: Wird das «andere, das nicht nationalsozialistische Deutschland» eine Chance haben, annehmbare Friedensbedingungen angeboten zu bekommen, wenn es seine aktuelle Regierung gewaltsam beseitigt? Mit diesem Auftrag reiste Bonhoeffer in den Jahren 1941/42 dreimal in die Schweiz – mit offiziellen Papieren, auch von Schweizer Seite her.
- Dietrich Bonhoeffers nachrichtendienstliche Tätigkeit weckte aber an verschiedenen Stellen Misstrauen. So bezweifelte insbesondere das Reichssicherheitshauptamt die militärische Eignung des Theologen. In der Schweiz wiederum hegte Hans Bernd Gisevius, Resident der Abwehr, Argwohn. Interessant dabei sei, so Militärhistoriker Fuhrer, dass in Schweizer Archiven keinerlei Spuren einer Fichierung von Dietrich Bonhoeffers Aufenthalt zu finden ist. Bonhoeffers Einsatz als V-Mann blieb denn auch erfolglos, die letzte Reise brach er vorzeitig ab. Ohne Folgen blieben die Aufenthalte in der Schweiz aber nicht.
- Die Operation 7. Im September 1941 wurden alle Juden im Deutschen Reich gezwungen, einen gelben Stern zu tragen. Deportationen setzen ein, jegliche Emigration wurde verboten, das Vernichtungsprogramm lief an. Dietrich Bonhoeffer, Hans von Dohnanyi und Friedrich Justus Perels fassten im Oktober den Entschluss, die jüdische Mitarbeiterin in der Bekennenden Kirche, Charlotte Friedenthal, in die Schweiz in Sicherheit zu bringen. Durch Karl Barth und Alphons Koechlin (Präsident des Schweizerischen Kirchbundes) wurde auf Bitte Bonhoeffers bei Heinrich Rothmund ein Einreisevisum beschafft. Weitere zu Rettende kamen dazu, schliesslich waren es 14 Personen, die im Herbst 1942 in die Schweiz reisen konnten.
- Bitteres Nachspiel. Die Rettungsaktion hatte aber für viele Beteiligte ein bitteres Nachspiel. Die Devisentransaktion für die Geretteten, die Existenz eines Putschfonds für den Widerstandskreis in der Schweiz und Devisenvergehen des Führungsoffiziers in München fielen der GESTAPO auf. Eine Untersuchung wurde angeordnet. Am 3. April 1943 wurde der Sonderermittler Manfred Roeder, Richter der Luftwaffe, mit dem Fall betraut. Hermann Goering war persönlich involviert. Am 5. April 1943 wurden Bonhoeffer und Dohnanyi verhaftet. Durch einen Führerbefehl wurden Dietrich Bonhoeffer am 9. April 1945 im Lager Flossenbürg hingerichtet.