Was uns bewegt LFS und Raffael Käser

«Bleibt in mir, und ich bleibe in euch! […] Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt reichlich Frucht. Denn getrennt von mir könnt ihr gar nichts bewirken.» Johannes 15,4–5

Raffael Käser, Pastor Prisma, Kirche Rapperswil, raffael.kaeser@prisma.ch

Wie wachse ich im Glauben? Was muss ich tun, um meine Gaben zu entwickeln? Woher beziehe ich als Pastor die Kraft, um ausgewogen und kraftvoll im Dienst zu bleiben?

Immer wieder gibt es Momente, in denen solche Fragen in meinem Kopf zu kreisen beginnen. Für jede dieser Fragen fallen mir sofort zahlreiche gute Bücher, Methoden und Prinzipien ein – viele davon durchaus hilfreich. Doch wenn die Gedanken schon rotieren, wird diese Vielfalt schnell zur zusätzlichen Überforderung und Last.

Dann erinnere ich mich jedes Mal an das Gleichnis vom Weinstock – und finde in der genialen Einfachheit dieser Worte Kraft, Ruhe und Gelassenheit. Ich muss nichts weiter tun, als alles daran zu setzen, so nah wie möglich bei und in Jesus zu sein. Aus dieser Verbindung heraus fliesst alles, was ich als Nachfolger und Pastor brauche.

Ich muss nicht versuchen, aus eigener Kraft Frucht zu produzieren. Dies zu wollen, wäre eine hoffnungslose Selbstüberschätzung. Das muss nicht sein! Bleib fest mit Jesus verbunden – und freue dich an seiner Kraft und der Frucht, die er in deinem Leben wachsen lässt.

Was die Leitung FEG Schweiz bewegt

Die Leitung der FEG Schweiz traf sich vom 23. bis 25. Juni zu ihrer jährlichen Retraite in Dresden, wo am 25. und 26. Juni auch das jährliche DACHI-Treffen der Gemeindeverbände aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien stattfand. Erstmals dabei waren die neuen Leitungsmitglieder Christian Zwicky und Reinhard Dannecker, während Jürg Buchegger feierlich verabschiedet wurde.

Mit Freude schaut die LFS auf die Delegiertenkonferenz und die Freigabe des Pilotprojekts «FEG Lobpreis» zurück. Mike Scheuzger wird bereits am 1. Juli mit der Umsetzung beginnen und umgehend die lokalen Gemeinden in einen Dialog einbeziehen.

Neben Themen wie der Neuaufstellung und -ausrichtung der Next-Generation-Arbeit, der Pastoren-Nachwuchsförderung sowie der Neuaufstellung des Schulungsangebots im Bereich Gemeindeentwicklung konzentrierten sich unsere Überlegungen auf die Umsetzung des Schwerpunktthemas «Kirche für andere – geliebt, gehen, lieben» (die definitive Formulierung, welche den bisherigen Arbeitstitel «Kirche mit Mission» ablöst). Ausgehend von 1. Korinther 9,19ff., wo Paulus seinen Herzschlag als einer der «der Menschen gewinnt» darlegt, beschäftigten wir uns damit, was Gemeinden zu einem radikalen evangelistischen Lebensstil inspirieren kann, nämlich «allen alles zu werden, um auf alle Weise etliche retten». Unsere wichtigste Erkenntnis: Es muss bei uns als Leitungsmitglieder persönlich beginnen.

Bei einem Besuch der FEG Dresden konnten wir live erleben, was Gott heute inmitten einer völlig säkularisierten Gesellschaft, in der 90% der Bevölkerung keinen Bezug zur Kirche haben, zu tun vermag. Die Gemeinde in Dresden ist in weniger als drei Jahrzehnten auf 600 Besucher angewachsen, hat neben einer vielfältigen sozial-diakonischen Arbeit eine christliche Musikschule mit 1300 Schülern aufgebaut, daneben drei neue Gemeinden gegründet und die nächsten beiden Gemeindegründungen bereits im Blick. Wir kehren zurück mit der grossen Sehnsucht, dass Gott auch bei uns in der Schweiz einen neuen geistlichen Aufbruch schenkt und mit dem Glauben, dass dies möglich ist.

Daniel Rath, Vorsitzender FEG Schweiz, daniel.rath@feg.ch