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Gemeinden aufblühen lassen "neugierig vertiefen - Teil 6

Wogende Weizenfelder mit hohem Ertrag sind der Traum jedes Landwirtes. Blühende Gemeinde, in denen Vertrauen auf Gottes Verheissungen pulsiert, ein Lernklima herrscht und grosszügig gelebt wird, sind der Traum jedes Gemeindebauers. Welche fünf Faktoren sind wichtig für blühende Gemeinden? Und wie setzen wir diese fünf Faktoren um und vertiefen diese?

Peter Schneeberger, Leiter FEG Schweiz, peter.schneeberger@feg.ch

Immer im Vorfrühling habe ich unseren Rasen vor dem Haus mit einer Harke bearbeitet. Ich habe so abgestorbenen Rasen entfernt und Luft zu den Wurzeln gebracht. Dann habe ich Dünger gesät und den Rasen bewässert. Im Frühling wuchs dann ein wunderbarer, dunkelgrüner Rasen heran (im Gegensatz zu den braunen Flächen unserer Nachbarn). Etwas zu kultivieren kann unglaublich Freude machen. Da schlägt mein landwirtschaftlich geprägtes Herz immer höher. Genauso geht es mir im geistlichen Bereich. Ich freue mich, wenn sich Gemeinden durch das Kultivieren geistlicher Werte entwickeln. Ich möchte gerne ein paar Punkte aufzählen, die Gemeinden zum Aufblühen bringen:

1. Freude am Evangelium

Das ist quasi das Wurzelwerk einer blühenden Gemeinde. Eine Gemeinde, die sich im Evangelium verankert und verwurzelt ist, blüht auf. Lassen wir den Atem des Evangeliums in unsere Gemeinden?

2. Vertrauen in die Verheissungen

Freimut Haverkamp hat es folgendermassen beschrieben: «Vertrauen hat damit zu tun, wie stark wir auf je­manden bauen.» Bauen wir unseren Alltag auf Gott, den «Erfüller» der Verheissungen?

3. Gesunde Mehrdeutigkeit zulassen

Gemeinden leben in einem sich unglaublich schnell verändernden Umfeld. Bitte keine Nostalgie auf frühere bessere Umstände und erst recht kein Streit über Lap­palien, die man oft mehrdeutig verstehen kann.

4. Ein Lernklima pflegen

Gesunde Gemeinden schauen auf das, was Gott heute tut, lernen daraus und freuen sich darauf, wo Gott sie morgen hinführen möchte.

5. Grosszügig leben

Jede Gemeinde hat so viel geschenkt bekommen: Oft einen Pastor, sehr gute Leitungspersonen, viele ehrenamtliche Mitarbeiter, ein multifunktionales Gebäude. Sind wir grosszügig damit? Geben wir als Gemeinde unseren Zehnten in die Mission? Stellt die Gemeinde ihren Pastor für ein ehrenamtliches Engagement in der FEG Schweiz oder der örtlichen Allianzsektion frei?

Diese fünf Punkte helfen, dass Gemeinden aufblühen. Als Mitglied einer kleineren FEG lasse ich mich immer wieder anstecken durch Berichte meiner Gemeinde­geschwister, wie sie Gott erleben. Unseren Ansatz dazu finden wir in Psalm 119,46: «Ich rede von deinen Zeugnissen vor Königen und schäme mich nicht.» Da wir es nicht mit Königen zu tun haben, erzählen wir es den Königskindern, was Gott in unserem Leben tut. Wir nehmen als Gemeinde so den Grundsatz ernst: Hören, Sehen und Kultivieren.

Gemeinsam tiefer graben

  • Wie häufig wird an Gemeindeleitungssitzungen über das Evangelium ausgetauscht?
  • Habt ihr Unterlagen, in denen ihr festhaltet, was unverhandelbare Fragen für den Gemeindealltag sind und Fragen, die auch unterschiedlich gesehen werden können?
  • Wie zeigt sich eure Grosszügigkeit im Gemeindebudget?
  • Wann habt ihr in den Gemeindeleitungssitzungen Zeit eingeplant, um einander von den grossen Taten Gottes in eurem Leben zu erzählen?