Wer bist du und wo trifft man dich in der Freizeit an?
Mein Name ist Simea Rohr. Ich liebe es, kreativ zu sein. Egal ob an der Nähmaschine, in der Werkstatt oder in der Kirche beim Streichen von Wänden. Doch am liebsten setze ich mich an mein Klavier und schreibe Songs für Jesus. Allgemein dreht sich mein Leben hauptsächlich um die Musik. Ich bin in drei verschiedenen Bands aktiv, wovon ich mittlerweile auch eine leiten darf. Ich liebe es, meine Kreativität gemeinsam mit anderen Musikern in der Musik voll auszuleben und mit der Musik Gott gross zu machen.
Was hast du vor dem Sprungbrettjahr gemacht?
Im Sommer 2024 schloss ich meine dreijährige Lehre als Floristin ab. Ich investierte mich aber schon vor meinem Praktikumsjahr viel und sehr gerne in die Kirche.
Was hat dich dazu bewegt, dich «aufs Sprungbrett» zu wagen?
Ein halbes Jahr vor meinem Abschluss kam bei mir immer mehr die Frage auf, wie es nach meinem Abschluss im Sommer weiter gehen soll. Für mich war während meiner Lehrzeit schon früh klar, dass ich nach dem Lehrabschluss nicht mehr auf diesem Beruf weiterarbeiten möchte. Im Winter vor meinem Abschluss stiess ich dann auf den Instagram-Post vom Sprungbrett. Mit jedem Wort stieg bei mir das Interesse an diesem für mich dazumal noch unbekannten Sprungbrettangebot. Ich likte den Post, machte mir danach aber nicht mehr viele Gedanken darüber. Kurz darauf fragte mich Robin Hugentobler direkt an, ob ich mir vorstellen könne, im Sommer mit dem Sprungbrett zu starten. Nach ein paar Gesprächen und Abklärungen stand es dann für mich fest: Ich will diese geniale Möglichkeit nutzen, ein Jahr lang in einem vollzeitlichen Dienst zu schnuppern.
Was begeistert dich an diesem Jahr?
Du hast die Möglichkeit, viele verschiedene Bereiche kennen zu lernen. Du hast Zeit für Dinge, die du schon lange einmal ausprobieren wolltest, so viel Zeit wie vermutlich niemals mehr. Du darfst deine Gemeinde besser oder eine neue kennenlernen. Du darfst dir mit den Sprungbrett-Schulungstagen Wissen aneignen, das du nicht nur im Gemeindekontext anwenden kannst. Ausserdem lernst du andere junge, motivierte Christen kennen, darfst mit ihnen austauschen und von ihren Erfahrungen profitieren. Für mich war es die perfekte Kombination von so vielen verschiedenen Aspekten.
Gibt es Bereiche, die dich besonders herausfordern?
Ich glaube, die grösste Herausforderung ist es, die Arbeit und Freizeit klar zu trennen. Besonders für Leute, welche auch schon vor dem Praktikum sehr viel in der Gemeinde mitgearbeitet haben, wird auf einen Schlag Vieles, was zuvor Freizeit war, zur Arbeit. Dabei gesunde Grenzen zu ziehen, kann manchmal sehr herausfordernd sein.
In welchen Bereichen kannst du in der Gemeinde mitarbeiten? Was machst du am liebsten?
Viele Dienste, die vorher zur Freizeit gehörten, darf ich jetzt in meine Arbeitszeit integrieren. Dazu gehört vor allem meine Zeit im Worship. Ich darf in verschiedenen Bands singen und musizieren, was eine meiner grössten Leidenschaften ist. Neu dazugekommen sind Arbeiten wie Flyer gestalten, Jugendgruppen leiten, Inputs vorbereiten – und ab und zu die Kaffeetassen abwaschen :-) Für jemanden, der an sehr Vielem interessiert ist und bei der Arbeit gerne Abwechslung hat, ist es also perfekt.
Wem würdest du das Sprungbrett empfehlen?
Ich würde es jedem empfehlen, der ein Herz für seine Gemeinde hat. Egal ob du danach weiter in diese Richtung gehen möchtest oder ob du einfach nach einer Jahresüberbrückung Ausschau hältst. Ich glaube, dass jeder unglaublich viel von diesem Jahr profitieren kann.
Weisst du schon, wie es nach dem Sprungbrettjahr für dich weitergehen wird?
In der ersten Woche meines Praktikums sagte ich zu meiner besten Freundin (die gemeinsam mit mir einen Teil des Praktikums absolviert hatte), wie sehr ich es liebe, zur Arbeit in die Kirche zu gehen. Sie meinte darauf, wenn ich das in einem Jahr immer noch so sagen könne, wisse ich, was ich für den Rest meines Lebens machen solle. Dieser Satz ging mir nicht mehr aus dem Kopf und ermutigte mich ein halbes Jahr später zur Entscheidung, mich am ISTL (International Seminary of Theology and Leadership) anzumelden. Ich freue mich, dieses Theologiestudium im September 2025 starten zu dürfen.
Robin Hugentobler, ehemaliger Leiter FEG Jugend, jugend@feg.ch