Wie erreichen wir Menschen? Vision Europa – Polen

Wie erreichen wir die Menschen heute mit dem Evangelium auf eine Weise, die kulturell relevant ist? Diese Frage beschäftigt mich zutiefst und ist Teil meiner Gebete.
Jarek Celebanski, Gemeindegründer in Lodsch, jarcel@o2.pl

Im Mai haben wir in unserer Kirche eine Bibelausstellung veranstaltet, die 3500 Jahre Geschichte der Bibel umfasste: 1500 Jahre Entstehung und 2000 Jahre Übersetzungsgeschichte. Die Ausstellung zeigte seltene alte Bibeln und informierte anhand von Roll-ups über die historischen Hintergründe, wichtige Persönlichkeiten und Ereignisse. Besonders spannend war der Einfluss der Bibelübersetzungen auf die Schriftsprache in verschiedenen Ländern, einschliesslich Polens.

Jedes Jahr im Mai findet in Polen die «Nacht der Museen» statt, auch in unserer Stadt Łódź. Ich beschloss, unsere Ausstellung bei der Stadtverwaltung anzumelden, damit wir offiziell ein Teil dieser Kulturnacht sein konnten. Wir hatten Erfolg und wurden vom Rathaus beworben.

Wir waren gespannt, wie gross das Interesse sein würde. Die Ausstellung war von Samstag 18 Uhr bis 1 Uhr morgens geöffnet. Schon zur Eröffnung kamen die ersten Besucher. Ich und ein befreundeter Pastor, dem die Ausstellung gehört, leiteten die Führungen.

Der Andrang war so gross, dass wir zwei Gruppen gleichzeitig führen mussten. Bis zum Schluss, also um 1 Uhr nachts, hatten wir kaum Zeit für eine Pause. Die Führungen folgten Schlag auf Schlag. Wir waren beide müde, aber überglücklich.

Eine Führung dauerte etwa 30 bis 45 Minuten. Dabei hatten wir Gelegenheit, über die Rechtfertigung aus Gnade durch den Glauben an Jesus Christus zu sprechen – eine entscheidende Entdeckung der Reformatoren, die eng mit der Verbreitung der Bibel verbunden war. Zum Abschluss erzählte ich, wie die Bibel mein persönliches Leben und meine Bekehrung zu Jesus Christus beeinflusst hat. Ich ermutigte die Besucher, selbst in der Bibel zu lesen, und bot kostenlose Exemplare zur Mitnahme an.

Die Reaktionen waren durchweg positiv. Viele Besucher bedankten sich herzlich, waren sichtlich erfreut und einige sogar tief bewegt.

Diese Erfahrung war unglaublich wertvoll und hat gezeigt, wie wir die Menschen mit der Botschaft Christi auf eine neue und zugängliche Weise erreichen können.