Vom 14.–17. April 25 durften wir mit 85 Kindern und 25 Leitern das Entdeckerdorf des Bibellesebundes aufstellen – innerhalb von drei Nachmittagen entstand da eine Kirche, ein Fussballstadion, ein Wohnwagen, ein Hochhaus und noch vieles mehr, welches wir am letzten Tag dann so richtig bespielen und mit einem Märit beleben konnten.
Jost Bigler ist seit vielen Jahren davon begeistert durch Kinderwochen Kinder mit Jesus in Berührung zu bringen. jost.bigler@kapelle.ch
Angefangen hat diese KIWO mit der Erkenntnis, dass wir nach einer sonnigen Frühlingswoche auf eine nasse, kalte Bauwoche zusteuern würden, und wir haben uns gefragt: Gott, warum? Noch nie hatten sich so schnell so viele Kinder für die seit über 40 Jahren stattfindende Kinderwoche in Grosshöchstetten angemeldet, so dass wir bereits einen Monat früher das Anmeldeportal schliessen mussten, und dann solche Wettervorhersagen! Gott, was soll das?
Heute wissen wir es: Als Leiterteam haben wir einen grossen Gott entdeckt, der uns innerhalb kürzester Zeit die Türen zu den Turnhallen des Dorfes öffnete, welche wir durchgehend gratis mieten und mit unserem Entdeckerdorf bebauen konnten und so eine geniale Woche erleben durften.
Josua Gall, Projektleiter vom Bibellesebund für das Entdeckerdorf, hat uns jeweils zu Beginn des Nachmittags spielerisch in einen biblischen Wert hineingenommen, der uns dann durch den ganzen Nachmittag begleitet hat.
Am Montag hiess der Wert «jeder ist begabt». Das konnte in der anschliessenden Bauphase gerade erprobt werden. Kindergärteler, die ihre Begabung fürs Rohre Zusammenschrauben entdeckten, ältere Kinder, die anhand der Baupläne selber Gebäudeteile zusammenbauten und entdeckt haben: Mir wird etwas zugetraut und ich kann etwas.
Die weiteren Werte, die wir während dieser Woche entdecken duften, waren «wertvoll und wertschätzen», «vergeben» und «Freude haben und teilen». In einem Plenumsteil wurden diese Werte mit einem Theater zu einer biblischen Geschichte und einem kurzen Impuls nähergebracht und in den anschliessenden Kleingruppen vertieft.
Da haben wir Gott entdeckt:
- Zum Beispiel im Theater über den verlorenen Sohn, als der Vater seinem Sohn voller Liebe in die Arme schliesst und einem Kind der Satz über die Lippen rutschte: «Einen solchen Vater hätte ich auch gerne.»
- Oder als wir gemeinsam die vielen Verkettungen ganz praktisch miterlebt haben, die entstehen, wenn Menschen nicht vergeben, und wie befreiend es sein kann, wenn diese Ketten abfallen.
- Oder, wenn Du Kinder über die KIWO hinaus die Lieder summen hörst, die während dieser KIWO gesungen wurden.
- Oder wenn Eltern davon erzählen, wie Kinder mit Begeisterung die Theaterszenen nacherzählt haben und letztlich glücklich, aber müde ins Bett gesunken sind.
Entdeckt haben wir aber dann auch unser Entdeckerdorf:
Wir haben gestaunt, wie mit viel Ausdauer und Leidenschaft die Kinder an diesen Häusern gebaut haben, und die Begeisterung, als dann letztlich auch die letzte Schraube verschraubt war und die Kinder ihr Schloss und ihre Burg entdecken oder das Fussballstadion mit spielerischem Können und Fangesängen einweihen konnten.
Abgeschlossen haben wir diese Woche mit unserem legendären Märit, mitten im Dorf passend jeweils zu den Häusern: In der Kirche wurde gesungen und Spielgeld verdient, die Burg mit Schokoküssen beworfen, im Dorfladen eingekauft, im Schloss sich zur Prinzessin oder Ritter verkleidet oder im Wohnwagen geschminkt.
Gemeinsam mit den Eltern durften in einem abschliessenden Plenum auf eine geniale Woche zurückblicken, in welcher wir ein geniales Dorf, aber auch einen grossen Gott entdecken durften.