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Der Auferstandene begegnet Seinen Jüngern – nicht aller Welt

Samuel Maag

Das ist eine Nachricht, die einerseits herausfordernd, andererseits aber nicht zu übertreffen ist. Jesus lebte, grillte und ass mit Seinen Freunden Fisch und versprach : «Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende» (Mat­thäus 28,20). Die lebendige Realität von Jesus Christus hat bis heute nichts von ihrer Bedeutung und Wirkung verloren – weder für Seine Jünger noch für die Welt. Und das wird so bleiben.

Jesus begegnet Seinen Jüngern

Berichte in der Bibel deuten darauf hin, dass Jesus nach Seiner Auferstehung nur Personen erschien, die in einer freundschaftlichen Beziehung zu Ihm standen. Vor Seinem Tod sagte Jesus zu Seinen Freunden : «Es ist noch eine kleine Zeit, dann sieht die Welt mich nicht mehr. Ihr aber seht mich, denn Ich lebe, und ihr sollt auch leben» (Johannes 14,19). Bemerkenswert ist, dass die Welt Jesus bis dahin gesehen hatte. Er lebte und wirkte drei Jahre lang in aller Öffentlichkeit. In Judäa, Galiläa und sogar in Samarien bestand die Möglichkeit, Jesus persönlich zu begegnen. Zu einem späteren Zeitpunkt erklärte Petrus dem römischen Hauptmann Kornelius in Cäsarea : «Ihr wisst, was in ganz Judäa geschehen ist, angefangen von Galiläa nach der Taufe, die Johannes predigte, wie Gott Jesus von Nazareth gesalbt hat mit Heiligem Geist und Kraft ; Er ist umhergezogen und hat Gutes getan und alle gesund gemacht, die in der Gewalt des Teufels waren, denn Gott war mit Ihm» (Apos­telgeschichte 10,37.38).

«Es ist noch eine kleine Zeit, dann sieht die Welt mich nicht mehr. Ihr aber seht mich, denn Ich lebe, und ihr sollt auch leben.»

Alle Menschen in den genannten Gebieten konnten also sehen, was Jesus Gutes getan hat. Doch viele reagierten mit Widerstand und töteten den Sohn Gottes, indem sie Ihn kreuzigen liessen. Petrus fährt fort : «Doch am dritten Tag hat Gott Ihn wieder zum Leben erweckt. Danach ist Er im Auftrag Gottes als Auferstandener erschienen, zwar nicht dem ganzen Volk, aber uns, Seinen Jüngern, die Gott schon im Voraus als Zeugen bestimmt hatte. Ja, wir haben nach Seiner Auferstehung sogar mit Ihm gegessen und getrunken» (Apostelgeschichte 10,40.41). Die Welt sollte Ihn nicht mehr sehen, wohl aber Seine Freunde.

Abendmahl in Emmaus

Viele Zeugen der Auferstehung

Jesus erschien ganz unterschiedlichen Menschen. Unter ihnen waren Männer und Frauen, bekannte Persönlichkeiten und gesellschaftlich Verachtete, Menschen, die Jesus vertrauten, und solche, die zweifelten, Einzelpersonen und Gruppen von bis zu 500 Personen, die Jesus auf einmal sahen (1. Korinther 15,6). Vielen von ihnen erschien Jesus nicht nur einmal, sondern immer wieder. Lukas berichtet : «Während vierzig Tagen sahen sie Ihn immer wieder, und Er redete mit ihnen über Gottes Reich» (Apostelgeschichte 1,3).

Das neue Normal

Seit der Himmelfahrt bleiben weitere Jesus-Erscheinungen die Ausnahme. Stephanus sieht während seiner Steinigung Jesus in der himmlischen Wirklichkeit (Apostelgeschichte 7,56), Paulus begegnet Jesus auf dem Weg nach Damaskus (Apostelgeschichte 9,5), Ananias erlebt eine Erscheinung «des Herrn» (Apostelgeschichte 9,10–16) und Johannes hat eine Vision von Jesus (Offenbarung 1,17). Soweit die Ausnahmen. Aber die neue Normalität ist : Wer heute der christlichen Glaubensgemeinschaft beitritt, dem ist Jesus nicht mehr physisch begegnet, sondern er vertraut den vielfältigen Berichten von Augenzeugen der ers­ten Generation. 2000 Jahre später zählt das Christentum zu den grössten Weltreligionen. Täglich kommen neue Menschen zur dynamischen Jesus-Bewegung hinzu. Erstaunlich ! Wie ist das möglich ?

Aber die neue Normalität ist : Wer heute der christlichen Glaubens­gemeinschaft beitritt, dem ist Jesus nicht mehr physisch begegnet, sondern er vertraut den vielfältigen Berichten von Augenzeugen der ersten Generation.

Die Wahrheit bleibt

Die Berichte der ersten Generation sind zwar in die Jahre gekommen, dennoch sind sie hochaktuell. Die Zeit ändert nichts an der Realität, dass Jesus auferstanden ist. So frisch wie damals wirken noch heute die Gnade und Wahrheit von Jesus. Die Relevanz Jesu ist nicht an Zeit, Erfahrung, Glauben oder Unglauben gebunden, sondern an die einfache Tatsache, dass Er lebt ! Jesus wies bereits Thomas auf die neue Normalität hin : «Du glaubst, weil du mich gesehen hast. Wie glücklich können sich erst die schätzen, die mich nicht sehen und trotzdem glauben» (Johannes 20,29).

Die Relevanz Jesu ist nicht an Zeit, Erfahrung, Glauben oder Unglauben gebunden, sondern an die einfache Tatsache, dass Er lebt!

Wenn Herzen brennen

Was Kleopas und sein Freund damals erleben durften, geschieht heute auf der ganzen Welt. Noch bevor sie Jesus erkannten, hörten sie Ihm zu, und die Wahrheit «brannte» in ihren Herzen (Lukas 24,32). Dieses Feuer führte dazu, dass sie mehr wollten. Sie baten diesen «Fremden» zu bleiben. Noch heute wirkt die Auferstehungskraft Jesu durch den Heiligen Geist wie ein Pfingstfeuer in Menschen, die Ihn suchen und mehr von Ihm wollen. Darum segnen wir Freunde in unseren Gebeten mit einem Geist des Suchens, des Bittens und des Anklopfens. Auch wenn wir Jesus im neuen Normal wohl nicht physisch sehen werden, wirkt Seine Realität noch heute radikal – mitten in unserem Leben.

Noch heute wirkt die Auferstehungskraft Jesu durch den Heiligen Geist wie ein Pfingstfeuer in Menschen, die Ihn suchen und mehr von Ihm wollen. Darum segnen wir Freunde in unseren Gebeten mit einem Geist des Suchens, des Bittens und des Anklopfens.

Jesus begegnet auch der Welt

Durch dich und mich begegnet Jesus der Welt wahrnehmbar. Wir sind Teil Seiner Guten Nachricht, denn der Auferstandene wirkt auch durch uns auf der ganzen Welt weiter. Jesus möchte, dass alle Menschen die Chance erhalten, Seiner Gnade und Wahrheit zu begegnen. Wir sind immer wieder berührt, wenn Freunde aus unserem Umfeld mehr über die gute Nachricht erfahren wollen, weil wir für sie eine gute Nachricht in Person sind. Wie erlebst du das Jesusfeuer im neuen Normal ?

Nicht sehen und trotzdem glauben. Wie erlebst du das?
Ihre Herzen brannten. Intensive Begegnungen mit dem Auferstandenen entzünden etwas.
Andere Menschen neugierig machen, damit sie mehr von Jesus erfahren wollen.
Samuel Maag, Pastor in der Freien Missions­gemeinde forum G in Solothurn